Kostenloses Erstgespräch 0221 272 58 970

Mo–Fr, 10:00–19:00 Uhr · Kreuzgasse 2–4, 50667 Köln

Drogen · Kokain

Kokain und Führerschein. Warum schon einmal reicht.

Kokain gilt im Fahrerlaubnisrecht als harte Droge.

  • Erstgespräch kostenlos
  • Einzelberatung, keine Gruppe
  • Köln oder online
  • 30+ Jahre Erfahrung im Team
Kokain

Wo stehen Sie gerade?

Tippen Sie an, was passt. Wir melden uns persönlich.

Ab heute zählt jeder Tag.

Eine Haaranalyse kann bis zu 6 Monate rückwirkend belegen. Wir sagen Ihnen, wann der erste Test sinnvoll ist, damit keine Zeit verloren geht.

Diese Zeit kann schon zählen.

Eine Haaranalyse weist ungefähr 1 cm pro Monat nach, bis zu 6 cm. Ohne Haare geht es mit Urinkontrollen, die ab Programmstart zählen. Wir planen das mit Ihnen.

Sehr gut, dann nutzen wir die Zeit.

Während die Nachweise laufen, bereiten wir Sie auf das Gespräch vor. Wie lange die Nachweise laufen müssen, hängt von Ihrem Fall ab. Wir prüfen, was für Sie gilt.

Das ist kein Endpunkt.

Wir sehen uns das Gutachten mit Ihnen an, finden heraus, woran es lag, und bereiten den nächsten Versuch richtig vor.

Oder direkt anrufen: 0221 272 58 970

Kurz gesagt

Wer Kokain konsumiert hat, gilt nach Anlage 4 FeV in der Regel als ungeeignet. Die Führerscheinstelle entzieht die Fahrerlaubnis meist schon nach dem ersten Nachweis, auch ohne Fahrt unter Einfluss.

  • Für die Neuerteilung brauchen Sie eine positive MPU mit lückenlosem Abstinenznachweis.
  • In der Regel gilt ein Jahr Abstinenz nach Abschluss einer fachlichen Aufarbeitung, ohne Aufarbeitung mindestens 15 Monate.
  • Schon Benzoylecgonin im Blut, das Abbauprodukt von Kokain, gilt als Konsumbeleg.
Einordnung
Harte Droge, Anlage 4 Nr. 9.1 FeV
Bußgeld bei Fahrt
ab 500 €, 2 Punkte, 1 Monat Fahrverbot
Toleranzwert
keiner für die Fahreignung
Abstinenz
12–15 Monate, je nach Aufarbeitung (D 2.5 N)

Drogen-MPU im Überblick

Worauf der Gutachter bei Drogen schaut.

Tippen Sie auf einen Punkt. Genau diese Themen arbeiten wir in der Vorbereitung mit Ihnen auf.

Prüfbereich 01 · D-Kriterien

Konsumgeschichte

Geprüft wird, ob Sie Beginn, Häufigkeit und Entwicklung Ihres Konsums offen und stimmig schildern, einschließlich Mischkonsum. Der Gutachter gleicht Ihre Angaben mit Laborbefund und Akte ab. Verharmlosen fällt dabei schnell auf.

Typische Fragen im Gespräch

  • Wann und wie haben Sie angefangen?
  • Wie oft haben Sie zuletzt konsumiert?
  • Passt Ihr Laborbefund zu Ihren Angaben?

So bereiten wir Sie vor

Wir gehen den Befund mit Ihnen durch, damit Ihre Schilderung und die Werte zusammenpassen.

Ihr Weg zur Drogen-MPU

Was passiert
Anordnung, Fragestellung, Laborbefund und Fristen lesen, Akteneinsicht nehmen.
Ihre Aufgabe
Schreiben der Behörde und Befund bereithalten.
Unsere Unterstützung
Wir prüfen die Unterlagen und erklären, worauf es ankommt.

MPU-Quiz · 2 Minuten

Wie gut sind Sie vorbereitet?

Typische Fragen zu Ablauf, Abstinenz, Kriterien und Begutachtung. Mit Erklärung nach jeder Antwort.

Abstinenzrechner · kostenlos

Abstinenzrechner Kokain: Wie lange müssen Sie abstinent sein?

Ein paar Fragen nach den Beurteilungskriterien. Sie sehen Ihren Richtwert in Monaten und wann Ihr Nachweis vollständig ist.

Light-Version nach den Beurteilungskriterien. Ihre genaue Einordnung prüfen wir im kostenlosen Erstgespräch.

Alles zum Abstinenzrechner Drogen

Orientiert an den Beurteilungskriterien (Hypothesen A1–A3, D1–D3), nach denen alle Begutachtungsstellen arbeiten. Die Einordnung trifft am Ende der Gutachter. Ihre Angaben verlassen Ihren Browser nur, wenn Sie sie uns schicken.

Was nach der Kontrolle passiert

Nach einem positiven Vortest ordnet die Polizei eine Blutprobe an. Bei Ausfallerscheinungen oder einem Unfall wird ein Strafverfahren eingeleitet, der Führerschein kann sofort beschlagnahmt und die Fahrerlaubnis vom Gericht vorläufig entzogen werden (§ 111a StPO).

Ohne Ausfallerscheinungen ist die Fahrt eine Ordnungswidrigkeit nach § 24a Abs. 2 StVG: 500 €, 2 Punkte und 1 Monat Fahrverbot beim ersten Mal, 1.000 € beziehungsweise 1.500 € und 3 Monate Fahrverbot bei Wiederholung.

Entscheidend ist aber das Verwaltungsverfahren. Die Führerscheinstelle erhält das Ergebnis und entzieht die Fahrerlaubnis nach § 46 FeV, in der Regel ohne vorherige MPU. Eine Sperrfrist setzt die Behörde dabei nicht. Die gibt es nur, wenn ein Strafgericht entzieht: Dann sieht der Strafbefehl eine Geldstrafe in Tagessätzen und eine Sperrfrist von sechs Monaten bis fünf Jahren vor. Einspruch ist innerhalb von zwei Wochen nach Zustellung möglich.

Was die Kokainwerte im Polizeibericht bedeuten

Im Gutachten der Blutprobe stehen meist zwei Werte, angegeben in µg/l, was ng/ml entspricht:

  • Kokain, der Wirkstoff selbst. Er wird schnell abgebaut und ist nur wenige Stunden nachweisbar.
  • Benzoylecgonin (BE), das Hauptabbauprodukt. Es bleibt länger im Blut und zeigt, dass Kokain konsumiert wurde.

Aus dem Verhältnis lässt sich grob abschätzen, wie lange der Konsum zurücklag. Die Zeitfenster sind Orientierungswerte, im Einzelfall hängen sie von Menge, Konsumform und Stoffwechsel ab.

BefundGrobe Einordnung
Kokain hoch, BE niedrigKonsum etwa 1–3 Stunden vor der Blutentnahme
Kokain niedrig, BE hochKonsum etwa 6–12 Stunden vorher
Nur BE nachweisbarKonsum etwa 12–48 Stunden vorher

Beispiel: 34 µg/l Kokain und 537 µg/l BE sprechen für einen Konsum einige Stunden vor der Kontrolle. Ein häufiges Missverständnis: Auch wenn nur noch BE gefunden wird, belegt das den Konsum. Für die Fahreignung gibt es keinen Wert, unter dem Kokain „unproblematisch“ wäre.

Fragen zu Kokain und MPU? Wir helfen gern.

Schreiben Sie uns einfach, wie Ihr Fall aussieht. Unser Team antwortet persönlich, unverbindlich und kostenlos.

Warum schon einmaliger Konsum genügt

Bei Cannabis fragt die Behörde, ob Sie Konsum und Fahren trennen. Bei Kokain nicht. Nach Anlage 4 Nr. 9.1 FeV schließt die Einnahme harter Drogen die Eignung in der Regel aus, und die Gerichte lassen dafür einen einzigen Nachweis genügen. Auf eine Fahrt unter Einfluss kommt es dabei nicht an.

Hinzu kommt, was Kokain beim Fahren bewirkt: erhöhte Risikobereitschaft und Selbstüberschätzung, Impulsivität, Wahrnehmungsverzerrungen und nach dem Rausch Erschöpfung mit verzögerter Reaktion. Gutachter vermuten deshalb hinter jedem Kokainkonsum mehr als einen Ausrutscher und fragen sehr genau nach.

Besitz und Handel

Auch ohne Bezug zum Straßenverkehr kann ein Strafverfahren wegen Kokainbesitz eine MPU auslösen. Wer Kokain besitzt, hat Zugang zur Droge, und die Behörde darf daraus Zweifel an der Eignung ableiten. Bei Verdacht auf Handel wiegt das noch schwerer.

Wichtig: Eine MPU kann auch angeordnet werden, wenn Sie gar keinen Führerschein haben und ihn erst erwerben wollen (§ 11 in Verbindung mit § 14 FeV). Umgehen lässt sich das Gutachten nicht.

Wie lange Sie abstinent sein müssen

Kokain zählt nach den D-Kriterien zu den hoch suchtpotenten Drogen. Wiederholter oder regelmäßiger Konsum schließt die mildere Hypothese D3 deshalb in der Regel aus, Ihr Fall wird dann nach D2 beurteilt. Ausnahmen sind allenfalls Probierkonsum oder sporadischer Konsum, seltener als einmal im Monat und ohne festes Muster.

Bei D2 entscheidet nicht die Droge über 12 oder 15 Monate, sondern wie Aufarbeitung und Abstinenz zeitlich zusammenhängen (Kriterium D 2.5 N):

  • In der Regel 12 Monate nach Abschluss einer fachlichen Aufarbeitung, etwa in einer Drogenberatung, Psychotherapie oder bei einem in der Drogentherapie erfahrenen Verkehrspsychologen. Wann 12 Monate ausreichen
  • Mindestens 15 Monate ohne jede therapeutische Unterstützung, oder wenn Sie schon vor der Aufarbeitung aufgehört haben. Dann soll der letzte Konsum mindestens 15 Monate zurückliegen und nach der Aufarbeitung sollen noch mindestens drei Monate folgen. Wann 15 Monate nötig sind

Woran liegt das? Ohne fachliche Begleitung fehlt dem Gutachter ein äußerer Beleg dafür, dass Sie die Ursachen verstanden haben. Die längere belegte Zeit übernimmt diese Rolle. Ein früherer Rückfall löst die 15 Monate nicht automatisch aus, ein positiver Befund unterbricht aber den Nachweis.

Belegt wird polytoxikologisch, also auf alle gängigen Drogen, und lückenlos. Zählen kann nur, was belegt ist: Urinkontrollen ab Programmbeginn, Haaranalysen eines akkreditierten Labors, in Köln etwa Labor Dr. Wisplinghoff oder Labor Quade, bis zu sechs Monate rückwirkend (höchstens 6 cm je Probe). Der belegte Zeitraum darf nicht länger als vier Monate vor der MPU enden. Wie das funktioniert: Abstinenznachweis per Urin oder Haar.

So bestehen Sie die Kokain-MPU

Die häufigsten Fehler sind eine zu kurze oder lückenhafte Abstinenz, Tests aus nicht anerkannten Laboren und auswendig gelernte Antworten ohne echte Auseinandersetzung. Im Gespräch will der Gutachter verstehen, was Sie zum Konsum gebracht hat, wann und warum Sie sich für die Abstinenz entschieden haben und wie Sie Rückfälle verhindern.

Wir legen mit Ihnen im Erstgespräch fest, welche Hypothese wahrscheinlich ist und wie lange Sie Nachweise brauchen. Danach folgen Einzelsitzungen und eine MPU-Simulation. Typische Fragen bei der Drogen-MPU

HinweisDiese Seite erklärt die allgemeine Rechtslage und ersetzt keine Rechtsberatung. Zu Strafbefehl, Einspruch oder Besitzverfahren berät Sie eine Fachanwältin oder ein Fachanwalt für Verkehrs- oder Strafrecht.

Häufige Fragen

Fragen und Antworten

Muss ich nach einmaligem Kokainkonsum zur MPU?

Ja. Schon der einmalige Nachweis führt in der Regel zur Entziehung. Für die Neuerteilung verlangt die Führerscheinstelle dann ein MPU-Gutachten.

Wann wird eine MPU wegen Kokain angeordnet?

Nach einer Fahrt unter Kokain, nach einem positiven Test oder einer Blutprobe, bei Besitz oder Handel und vor der Neuerteilung nach einer Entziehung. Auch ärztliche oder behördliche Hinweise auf Konsum können genügen.

Wie lange muss ich abstinent sein?

In der Regel ein Jahr nach Abschluss einer fachlichen Aufarbeitung. Ohne therapeutische Unterstützung, oder wenn Sie schon vor der Aufarbeitung aufgehört haben, mindestens 15 Monate seit dem letzten Konsum. Wann 15 Monate erforderlich sind

Welche Abstinenznachweise werden anerkannt?

Lückenlose Urin- oder Haaranalysen eines nach ISO 17025 akkreditierten Labors nach den forensischen Kriterien. Selbsttests oder Atteste vom Hausarzt reichen nicht.

Wie lange ist Kokain nachweisbar?

Im Blut ist Kokain selbst nur wenige Stunden nachweisbar, das Abbauprodukt Benzoylecgonin etwa bis zu zwei Tage. Im Haar bleibt Konsum je nach Haarlänge über Monate nachweisbar.

Kann ich die Kokain-MPU umgehen?

Nein. Ohne positives Gutachten erhalten Sie keine Fahrerlaubnis, auch nicht durch einen Umzug oder Wechsel der Führerscheinstelle.

Was passiert, wenn ich die MPU nicht bestehe?

Lassen Sie sich das Gutachten zuerst selbst zusenden. Sie können den Antrag zurückziehen, die Abstinenz fortsetzen und später erneut antreten. Die Begründung zeigt, woran es lag; wir werten sie mit Ihnen aus.

Kokain-MPU: Wir lesen Ihre Werte mit Ihnen.

Schicken Sie uns Blutbefund, Strafbefehl oder das Schreiben der Führerscheinstelle. Im kostenlosen Erstgespräch klären wir, ob 12 oder 15 Monate realistisch sind.

Lieber zurückgerufen werden?

Anrufen WhatsApp Erstgespräch
Fragen? WhatsApp