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Drogen · Cannabis

Cannabis und Führerschein. Was seit 2024 gilt.

Cannabis ist teilweise legal, Fahren unter THC-Einfluss bleibt verboten.

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Cannabis

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Eine Haaranalyse kann bis zu 6 Monate rückwirkend belegen. Wir sagen Ihnen, wann der erste Test sinnvoll ist, damit keine Zeit verloren geht.

Diese Zeit kann schon zählen.

Eine Haaranalyse weist ungefähr 1 cm pro Monat nach, bis zu 6 cm. Ohne Haare geht es mit Urinkontrollen, die ab Programmstart zählen. Wir planen das mit Ihnen.

Sehr gut, dann nutzen wir die Zeit.

Während die Nachweise laufen, bereiten wir Sie auf das Gespräch vor. Wie lange die Nachweise laufen müssen, hängt von Ihrem Fall ab. Wir prüfen, was für Sie gilt.

Das ist kein Endpunkt.

Wir sehen uns das Gutachten mit Ihnen an, finden heraus, woran es lag, und bereiten den nächsten Versuch richtig vor.

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Kurz gesagt

Seit dem 22.08.2024 gilt ein THC-Grenzwert von 3,5 ng/ml im Blutserum. Ein erster Verstoß kostet 500 €, 2 Punkte und einen Monat Fahrverbot, führt aber meist nicht zur MPU.

  • Eine MPU droht nach § 13a FeV bei Anzeichen für Missbrauch, bei Abhängigkeit und bei wiederholten Verstößen.
  • Für Fahranfänger in der Probezeit und unter 21 gilt ein Cannabisverbot. Ein Verstoß ist eine Ordnungswidrigkeit.
  • Cannabis und Alkohol zusammen sind am Steuer verboten, schon ein Bier kann 1.000 € kosten.
THC-Grenzwert
3,5 ng/ml im Blutserum, seit 22.08.2024
Erster Verstoß
500 €, 2 Punkte, 1 Monat Fahrverbot
MPU-Grundlage
§ 13a FeV, seit 01.04.2024
Prüfung nach
D-Kriterien, meist D2, D3 oder D4

Drogen-MPU im Überblick

Worauf der Gutachter bei Drogen schaut.

Tippen Sie auf einen Punkt. Genau diese Themen arbeiten wir in der Vorbereitung mit Ihnen auf.

Prüfbereich 01 · D-Kriterien

Konsumgeschichte

Geprüft wird, ob Sie Beginn, Häufigkeit und Entwicklung Ihres Konsums offen und stimmig schildern, einschließlich Mischkonsum. Der Gutachter gleicht Ihre Angaben mit Laborbefund und Akte ab. Verharmlosen fällt dabei schnell auf.

Typische Fragen im Gespräch

  • Wann und wie haben Sie angefangen?
  • Wie oft haben Sie zuletzt konsumiert?
  • Passt Ihr Laborbefund zu Ihren Angaben?

So bereiten wir Sie vor

Wir gehen den Befund mit Ihnen durch, damit Ihre Schilderung und die Werte zusammenpassen.

Ihr Weg zur Drogen-MPU

Was passiert
Anordnung, Fragestellung, Laborbefund und Fristen lesen, Akteneinsicht nehmen.
Ihre Aufgabe
Schreiben der Behörde und Befund bereithalten.
Unsere Unterstützung
Wir prüfen die Unterlagen und erklären, worauf es ankommt.

MPU-Quiz · 2 Minuten

Wie gut sind Sie vorbereitet?

Typische Fragen zu Ablauf, Abstinenz, Kriterien und Begutachtung. Mit Erklärung nach jeder Antwort.

Abstinenzrechner · kostenlos

Abstinenzrechner Cannabis: Wie lange müssen Sie abstinent sein?

Ein paar Fragen nach den Beurteilungskriterien. Sie sehen Ihren Richtwert in Monaten und wann Ihr Nachweis vollständig ist.

Light-Version nach den Beurteilungskriterien. Ihre genaue Einordnung prüfen wir im kostenlosen Erstgespräch.

Alles zum Abstinenzrechner Drogen

Orientiert an den Beurteilungskriterien (Hypothesen A1–A3, D1–D3), nach denen alle Begutachtungsstellen arbeiten. Die Einordnung trifft am Ende der Gutachter. Ihre Angaben verlassen Ihren Browser nur, wenn Sie sie uns schicken.

Der Grenzwert von 3,5 ng/ml

Mit dem Cannabisgesetz wurde Besitz und Konsum für Erwachsene ab dem 01.04.2024 teilweise erlaubt. Für den Straßenverkehr gilt eine eigene Regel: Seit dem 22.08.2024 ist es eine Ordnungswidrigkeit, mit 3,5 ng/ml THC oder mehr im Blutserum ein Kraftfahrzeug zu führen (§ 24a Abs. 1a StVG). Vorher orientierte sich die Rechtsprechung an 1,0 ng/ml. Was sich genau geändert hat, steht auf der Seite Cannabisgesetz 2024.

Wie lange THC im Blut bleibt, lässt sich nicht pauschal sagen. Bei gelegentlichem Konsum sinkt der Wert meist innerhalb von Stunden bis wenigen Tagen, bei regelmäßigem Konsum kann aktives THC deutlich länger nachweisbar sein. Eine sichere Wartezeit gibt es nicht. Auch unter 3,5 ng/ml machen Sie sich strafbar, wenn Sie Ausfallerscheinungen zeigen oder einen Unfall verursachen.

Bußgelder und Strafen

Die Regelsätze stehen im Bußgeldkatalog. Ein Fahrverbot ist keine Entziehung: Nach Ablauf bekommen Sie den Führerschein ohne MPU zurück.

VerstoßEinordnungRegelfolge
Erster Verstoß ab 3,5 ng/mlOrdnungswidrigkeit, § 24a StVG500 €, 2 Punkte, 1 Monat Fahrverbot
Zweiter VerstoßOrdnungswidrigkeit1.000 €, 2 Punkte, 3 Monate Fahrverbot, MPU wahrscheinlich
Dritter VerstoßOrdnungswidrigkeit1.500 €, 2 Punkte, 3 Monate Fahrverbot, MPU wahrscheinlich
Cannabis plus AlkoholOrdnungswidrigkeit, § 24a Abs. 2a StVGin der Regel 1.000 €, 2 Punkte, 1 Monat Fahrverbot
Fahranfänger, unter 21Ordnungswidrigkeit, § 24c StVGin der Regel 250 €, 1 Punkt; in der Probezeit Aufbauseminar und Verlängerung
Ausfallerscheinungen oder UnfallStraftat, § 316 oder § 315c StGBGeld- oder Freiheitsstrafe, meist Entziehung mit Sperrfrist

Fragen zu Cannabis und MPU? Wir helfen gern.

Schreiben Sie uns einfach, wie Ihr Fall aussieht. Unser Team antwortet persönlich, unverbindlich und kostenlos.

Fahranfänger und Fahrer unter 21

Wer in der Probezeit ist oder das 21. Lebensjahr noch nicht vollendet hat, darf unter Cannabiseinfluss gar nicht fahren (§ 24c StVG). Schon geringe Werte reichen, in der Praxis ab dem analytischen Nachweis von etwa 1,0 ng/ml.

Ein Verstoß ist eine Ordnungswidrigkeit, keine Straftat. In der Probezeit zählt er als schwerwiegender Verstoß: Es folgen ein Aufbauseminar und die Verlängerung der Probezeit auf vier Jahre. Erst bei Ausfallerscheinungen, einem Unfall oder Hinweisen auf Missbrauch kommen Strafrecht oder MPU ins Spiel.

Mischkonsum mit Alkohol

Wer unter Cannabiseinfluss fährt, darf keinen Alkohol getrunken haben. Für diesen Fall gilt eine strengere Regel mit einem Regelbußgeld von 1.000 € (§ 24a Abs. 2a StVG). Eine feste Promillegrenze gibt es dafür nicht.

Für die Fahreignung ist Mischkonsum ein deutliches Warnsignal. Häufiger, unkontrollierter Mischkonsum ist nach den Beurteilungskriterien ein Merkmal für D2 (D 2.4 N Ind. 13), und die Behörde kann eine doppelte Fragestellung zu Drogen und Alkohol stellen. Mehr dazu auf der Seite MPU wegen Drogen.

Wann eine MPU wegen Cannabis droht

Seit dem 01.04.2024 regelt § 13a FeV, wann die Führerscheinstelle bei Cannabis ein Gutachten verlangt. Ein ärztliches Gutachten ist vorgesehen, wenn Hinweise auf eine Abhängigkeit bestehen. Eine MPU ordnet sie an, wenn

  • Tatsachen die Annahme von Cannabismissbrauch begründen, also dass Sie Konsum und Fahren nicht sicher trennen,
  • Sie wiederholt unter Cannabiseinfluss im Straßenverkehr aufgefallen sind,
  • die Fahrerlaubnis aus einem dieser Gründe entzogen war und Sie sie neu beantragen, oder
  • sonst zu klären ist, ob Missbrauch oder Abhängigkeit nicht mehr besteht.

Hinweise auf Missbrauch können zum Beispiel ein sehr hoher THC-Wert, Ausfallerscheinungen oder ein Unfall sein. Feste Zahlen nennt die Verordnung dafür nicht. Die Praxis der Führerscheinstellen in NRW ist nicht einheitlich, gerade bei Vorfällen aus der Zeit vor der Gesetzesänderung. Lassen Sie Ihr Schreiben deshalb früh prüfen.

Abstinenz oder kontrollierter Konsum?

Wie Sie Ihre Eignung belegen, richtet sich nach den D-Kriterien. Seit der Legalisierung erreichen die MPU vor allem Fälle mit hohen Werten, Wiederholung oder Mischkonsum. Bei diesen Fällen prüft der Gutachter besonders genau, ob eine fortgeschrittene Problematik (D2) vorliegt. Ein Verzicht wird nach den Kriterien nur dann zwingend verlangt; sonst genügt eine gefestigte Änderung des Konsums.

HypotheseTypisches BildWas Sie belegen müssen
D2 fortgeschrittene ProblematikHochfrequenter Konsum mit Kontrollminderung (D 2.4 N), erneute Fahrt nach § 70-Kurs oder positivem Gutachten, häufiger Mischkonsum, Konsum zur StressbewältigungAbstinenz von allen Drogen, polytoxikologisch belegt: in der Regel 1 Jahr nach Abschluss einer fachlichen Aufarbeitung, ohne Aufarbeitung mindestens 15 Monate (D 2.5 N)
D3 DrogengefährdungProblematisches Konsummuster, Einsicht und Kontrolle weitgehend vorhandenVerzicht oder dauerhaft reduzierter, risikoarmer Konsum (D 3.5 N), seit mindestens 6 Monaten, nach jahrelangem Konsum in der Regel 1 Jahr (D 3.6 N)
D4 gelegentlicher KonsumNur Cannabis, kein Mischkonsum, keine Toleranz, verlässliches TrennenKein Abstinenzzwang, aber ein überzeugendes Trennkonzept

Ein Weg ohne Verzicht, also reduzierter Konsum nach D3 oder Trennen nach D4, ist nach den Kriterien möglich. In der Praxis ist er schwer glaubhaft zu machen, wenn Sie gerade unter THC gefahren sind. Wir besprechen offen mit Ihnen, ob dieser Weg in Ihrem Fall trägt. Die Ratgeber-Antwort auf die häufigste Frage: Cannabis und MPU: Wie lange abstinent?

Abstinenz nachweisen: Haar oder Urin

Anerkannt sind nur Nachweise eines nach ISO 17025 akkreditierten Labors nach den forensischen Kriterien. In Köln bieten das zum Beispiel das Labor Dr. Wisplinghoff und das Labor Quade an.

  • Haaranalyse: Haare wachsen etwa 1 cm pro Monat. Eine 6-cm-Probe belegt rückwirkend rund 6 Monate, mehr wird je Probe nicht ausgewertet. Für 12 Monate sind deshalb zwei Analysen nötig. Gefärbte oder gebleichte Haare können das Ergebnis verfälschen.
  • Urinkontrollen: unangekündigt und unter Sicht, sie zählen erst ab Programmbeginn. Wer keine ausreichend langen Kopfhaare hat, muss deshalb früh starten. Üblich sind mindestens 4 Kontrollen in 6 Monaten und 6 Kontrollen in 12 Monaten. Ein zu stark verdünnter Urin wird nicht gewertet.

Wie viel Sie belegen müssen, hängt von der Hypothese ab. Bei D3 mit reinem Cannabis-Verzicht verlangen die Kriterien für den Zeitraum vor der Begutachtung drei Urinkontrollen in vier Monaten oder ein 3 cm langes Haarsegment, also oft nur rund drei Monate Beleg (D 3.6 N Ind. 4). Der Verzicht selbst muss trotzdem seit mindestens sechs Monaten bestehen. Bei D2 wird immer polytoxikologisch und für den gesamten Zeitraum belegt. In beiden Fällen darf der belegte Zeitraum nicht länger als vier Monate vor der Begutachtung enden.

Meiden Sie während des Programms CBD-, Hanf- und Mohnprodukte sowie codeinhaltige Medikamente, die zu auffälligen Befunden führen können. Gefälschte Nachweise sind strafbar und werden erkannt. Details zu Ablauf und Kosten: Abstinenznachweis.

Was der Gutachter wissen will

Im psychologischen Gespräch stehen drei Fragen im Mittelpunkt: Was war an Ihrem früheren Konsum problematisch und warum? Wann und warum haben Sie sich zur Veränderung entschieden und wie setzen Sie sie um? Und wie verhindern Sie einen Rückfall?

Wir erarbeiten die Antworten mit Ihnen in Einzelsitzungen und testen sie in einer Simulation mit einem anderen Psychologen. Typische Fragen bei der Drogen-MPU · MPU-Vorbereitung

HinweisDiese Seite erklärt die allgemeine Rechtslage und ersetzt keine Rechtsberatung. Gegen einen Bußgeldbescheid können Sie innerhalb von zwei Wochen Einspruch einlegen; dafür empfehlen wir eine Fachanwältin oder einen Fachanwalt für Verkehrsrecht.

Häufige Fragen

Fragen und Antworten

Muss ich nach dem ersten Verstoß mit Cannabis zur MPU?

In der Regel nicht. Ein einmaliger Verstoß über 3,5 ng/ml ohne Ausfallerscheinungen ist eine Ordnungswidrigkeit. Eine MPU droht, wenn weitere Hinweise auf Missbrauch hinzukommen, etwa Mischkonsum oder ein Unfall.

Hat die Legalisierung die MPU-Regeln verändert?

Ja. Seit 2024 gelten § 13a FeV und der Grenzwert von 3,5 ng/ml. Auch die Beurteilungskriterien wurden mit der 5. Auflage angepasst: Sie beschreiben eine eigene fortgeschrittene Cannabisproblematik (D 2.4 N) und lassen bei D3 neben dem Verzicht auch einen dauerhaft reduzierten Konsum zu (D 3.5 N). Was sich geändert hat

Kann ich die MPU ohne Abstinenznachweis bestehen?

Ja, bei D3 mit einem belegten, dauerhaft reduzierten Konsum oder bei D4 mit verlässlichem Trennen. Bei D2 und D1 ist eine belegte Abstinenz von allen Drogen Voraussetzung, weil dort ein kontrollierter Konsum nicht mehr zu erwarten ist.

Wie lange dauert die Vorbereitung auf eine Cannabis-MPU?

Den Takt gibt die Hypothese vor: bei D3 mindestens 6 Monate Verzicht oder geänderter Konsum, bei D2 in der Regel ein Jahr nach Abschluss der Aufarbeitung, ohne Aufarbeitung mindestens 15 Monate. Die psychologische Vorbereitung läuft parallel und ist bei D2 selbst Teil der Rechnung.

Darf ich während des Abstinenzprogramms CBD oder Alkohol konsumieren?

CBD-Produkte sollten Sie meiden, weil sie THC-Spuren enthalten können. Auf Alkohol sollten Sie zumindest weitgehend verzichten. War Mischkonsum mit Alkohol Anlass der Untersuchung, verlangen die Kriterien bei D2 einen belegten Alkoholverzicht für zumindest drei bis vier Monate vor der MPU (D 2.5 N Ind. 11).

Was passiert bei einem Rückfall im Abstinenzprogramm?

Ein positiver Befund unterbricht den Nachweis, das Programm beginnt in der Regel neu. Sprechen Sie offen mit uns, damit wir Zeitplan und Strategie anpassen.

Was kostet eine MPU wegen Cannabis?

Die Begutachtungsstelle berechnet für eine Drogen-MPU rund 855 €, mit Dolmetscher kommen etwa 380 € hinzu (ohne Gewähr). Dazu kommen Nachweise und Vorbereitung. Alle Kosten

Wann bekomme ich den Führerschein nach bestandener MPU zurück?

Sie reichen das Gutachten bei der Führerscheinstelle ein. Laut Erfahrung dauert es danach oft einige Wochen, die Bearbeitungszeit kann aber abweichen. Fällt das Gutachten negativ aus, können Sie die MPU wiederholen.

Cannabis-MPU: Wir prüfen Ihr Schreiben.

Schicken Sie uns Bußgeldbescheid, Blutwerte oder die Anordnung der Führerscheinstelle. Im kostenlosen Erstgespräch klären wir, ob Abstinenz nötig ist und wie viel Zeit Sie haben.

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