Drogen · Cannabis auf Rezept
Medizinal-Cannabis am Steuer. Erlaubt, wenn Sie fahrtüchtig sind.
Wer Cannabis ärztlich verordnet bekommt, darf grundsätzlich Auto fahren.
- Erstgespräch kostenlos
- Einzelberatung, keine Gruppe
- Köln oder online
- 30+ Jahre Erfahrung im Team
Wo stehen Sie gerade?
Tippen Sie an, was passt. Wir melden uns persönlich.
Dann ist jetzt der beste Zeitpunkt.
Wer früh handelt, hat mehr Möglichkeiten. Wir schauen uns Ihren Fall kostenlos an und sagen Ihnen, was Sie jetzt tun können.
Gut, dass Sie sich jetzt kümmern.
Die Sperrfrist ist Zeit, die Sie für Nachweise und Vorbereitung nutzen können. Wir planen das mit Ihnen, damit am Ende alles zusammenpasst.
Kein Grund zur Panik.
Schicken Sie uns das Schreiben. Wir erklären Ihnen in Ruhe, welche Fristen laufen und was als Nächstes zählt.
Das ist kein Endpunkt.
Wir sehen uns das Gutachten mit Ihnen an, finden heraus, woran es lag, und bereiten den nächsten Versuch richtig vor.
Oder direkt anrufen: 0221 272 58 970
Kurz gesagt
Nehmen Sie Cannabis bestimmungsgemäß nach ärztlicher Verordnung ein, gilt der THC-Grenzwert von 3,5 ng/ml nach § 24a StVG für Sie nicht. Sie dürfen aber nur fahren, wenn Sie nicht beeinträchtigt sind.
- Medizinal-Cannabis ist seit dem 01.04.2024 im Medizinal-Cannabisgesetz (MedCanG) geregelt, nicht mehr im BtMG.
- Bei Ausfallerscheinungen drohen Strafverfahren und Entziehung, auch mit Rezept.
- Hat die Behörde Zweifel, kann sie ein ärztliches Gutachten oder eine MPU verlangen.
- Rechtsgrundlage
- MedCanG seit 01.04.2024
- Grenzwert 3,5 ng/ml
- gilt nicht bei bestimmungsgemäßer Einnahme
- Fahreignung
- muss trotzdem gegeben sein (§ 11 FeV)
- Dabeihaben
- Rezept bzw. ärztliche Bescheinigung
Drogen-MPU im Überblick
Worauf der Gutachter bei Drogen schaut.
Tippen Sie auf einen Punkt. Genau diese Themen arbeiten wir in der Vorbereitung mit Ihnen auf.
Prüfbereich 01 · D-Kriterien
Konsumgeschichte
Geprüft wird, ob Sie Beginn, Häufigkeit und Entwicklung Ihres Konsums offen und stimmig schildern, einschließlich Mischkonsum. Der Gutachter gleicht Ihre Angaben mit Laborbefund und Akte ab. Verharmlosen fällt dabei schnell auf.
Typische Fragen im Gespräch
- Wann und wie haben Sie angefangen?
- Wie oft haben Sie zuletzt konsumiert?
- Passt Ihr Laborbefund zu Ihren Angaben?
So bereiten wir Sie vor
Wir gehen den Befund mit Ihnen durch, damit Ihre Schilderung und die Werte zusammenpassen.
Prüfbereich 02 · D-Kriterien
Funktion des Konsums
Der Gutachter will verstehen, welche Rolle die Droge in Ihrem Leben hatte: Leistung, Entspannung, Zugehörigkeit oder Flucht vor Problemen. Erst wenn das klar ist, wird nachvollziehbar, warum Sie heute ohne auskommen.
Typische Fragen im Gespräch
- Was hat die Droge Ihnen gegeben?
- In welcher Lebensphase war der Konsum am stärksten?
- Was ersetzt das heute?
So bereiten wir Sie vor
In der Ursachenanalyse finden wir mit Ihnen die Gründe und was heute an ihre Stelle getreten ist.
Prüfbereich 03 · D-Kriterien
Ausstieg
Wichtig ist, dass der Ausstieg aus eigener Einsicht kommt und nicht nur wegen des Führerscheins. Der Gutachter fragt nach dem genauen Zeitpunkt, nach Ihrer Motivation und nach den ersten schwierigen Wochen.
Typische Fragen im Gespräch
- Wann haben Sie zuletzt konsumiert?
- Warum haben Sie aufgehört, abgesehen vom Führerschein?
- Was war am Anfang am schwersten?
So bereiten wir Sie vor
Wir helfen Ihnen, Ihre Entscheidung klar und glaubwürdig zu begründen.
Prüfbereich 04 · D-Kriterien
Umfeld
Ein dauerhafter Verzicht braucht ein Umfeld, das ihn trägt. Der Gutachter fragt, ob sich Kontakte, Freizeit und Tagesablauf verändert haben und wie Sie mit Angeboten umgehen.
Typische Fragen im Gespräch
- Haben Sie noch Kontakt zu Menschen, die konsumieren?
- Wie verbringen Sie heute Ihre Freizeit?
- Was tun Sie, wenn Ihnen etwas angeboten wird?
So bereiten wir Sie vor
Wir schauen mit Ihnen, was sich bereits verändert hat und wo noch Risiken liegen.
Prüfbereich 05 · D-Kriterien
Stabilität und Nachweis
Je nach Einordnung verlangen die D-Kriterien in der Regel 6, 12 oder 15 Monate nachgewiesene Abstinenz, belegt durch Urin- oder Haaranalysen. Dazu kommen konkrete Strategien gegen einen Rückfall.
Typische Fragen im Gespräch
- Wie lange sind Sie abstinent, und wie belegen Sie das?
- Was wäre für Sie eine Rückfallsituation?
- Warum ist Ihr Verzicht dauerhaft?
So bereiten wir Sie vor
Wir planen Art und Dauer der Nachweise und bereiten Sie auf die Fragen zur Stabilität vor.
Ihr Weg zur Drogen-MPU
- Was passiert
- Anordnung, Fragestellung, Laborbefund und Fristen lesen, Akteneinsicht nehmen.
- Ihre Aufgabe
- Schreiben der Behörde und Befund bereithalten.
- Unsere Unterstützung
- Wir prüfen die Unterlagen und erklären, worauf es ankommt.
- Was passiert
- Einordnung nach den D-Kriterien, daraus ergibt sich die nötige Abstinenzdauer.
- Ihre Aufgabe
- Offen über Ihren Konsum sprechen.
- Unsere Unterstützung
- Wir ordnen Ihren Fall ein und berechnen den frühesten realistischen Termin.
- Was passiert
- Urin- oder Haaranalysen bei einem anerkannten Labor, lückenlos.
- Ihre Aufgabe
- Kontrollen wahrnehmen, nichts Verdächtiges einnehmen.
- Unsere Unterstützung
- Wir sagen Ihnen, welches Programm passt und wann Sie starten.
- Was passiert
- Einzelsitzungen zu Konsum, Funktion, Ausstieg und Umfeld.
- Ihre Aufgabe
- Ehrlich hinschauen, Aufgaben zwischen den Sitzungen.
- Unsere Unterstützung
- Wir begleiten Sie, bis Ihre Geschichte schlüssig ist.
- Was passiert
- Probegespräch unter realen Bedingungen, durch einen anderen Psychologen aus dem Team.
- Ihre Aufgabe
- Das Gespräch einmal komplett durchspielen.
- Unsere Unterstützung
- Wir besprechen danach jede Schwachstelle.
- Was passiert
- Medizinischer Teil mit Drogenscreening, Leistungstest und psychologisches Gespräch.
- Ihre Aufgabe
- Termin wahrnehmen, alle Nachweise mitbringen.
- Unsere Unterstützung
- Wir stimmen den Termin mit Ihnen ab und bereiten den Tag vor.
MPU-Quiz · 2 Minuten
Wie gut sind Sie vorbereitet?
Typische Fragen zu Ablauf, Abstinenz, Kriterien und Begutachtung. Mit Erklärung nach jeder Antwort.
In 1 Minute
MPU-Check: Was gilt für Sie?
Drei Fragen, eine Minute. Sie sehen, wo Sie stehen und was als Nächstes zählt.
Kostenlos und anonym. Ihr Ergebnis besprechen wir gern im Erstgespräch.
Frage 1 von 3
Warum müssen Sie zur MPU?
Drei Fragen vor jeder Fahrt
Wann Sie mit Medizinal-Cannabis fahren können.
Die Ausnahme schützt nur Patienten, die ihr Medikament wie verordnet nehmen und dabei fahrtüchtig sind.
Verordnung
Nehmen Sie es wie verordnet?
Nur die Einnahme nach ärztlicher Verordnung, in Dosis und Form, ist von § 24a StVG ausgenommen. Zusätzlicher Freizeitkonsum ist es nicht.
Zustand
Sind Sie heute fahrtüchtig?
Müdigkeit, verlangsamte Reaktion oder Konzentrationsprobleme schließen das Fahren aus, auch mit Rezept.
Einstellung
Ist die Dosis stabil?
Zu Beginn der Therapie und nach einer Dosisänderung sollten Sie nicht fahren, bis Sie die Wirkung sicher einschätzen können.
Was sich 2024 geändert hat
Cannabis als Medizin gibt es in Deutschland seit 2017, etwa bei chronischen Schmerzen, Spastik bei Multipler Sklerose, bestimmten Formen von Epilepsie oder Übelkeit unter Chemotherapie. Bis März 2024 war es ein verschreibungsfähiges Betäubungsmittel nach dem BtMG.
Seit dem 01.04.2024 regelt das Medizinal-Cannabisgesetz (MedCanG) Verschreibung und Abgabe. Für den Straßenverkehr gilt seit dem 22.08.2024 der THC-Grenzwert von 3,5 ng/ml. Was das Cannabisgesetz insgesamt für Fahrer verändert hat, steht auf der Seite Cannabisgesetz 2024.
Die Ausnahme von § 24a StVG
§ 24a StVG enthält eine ausdrückliche Ausnahme: Rührt das THC aus der bestimmungsgemäßen Einnahme eines für einen konkreten Krankheitsfall verschriebenen Arzneimittels her, liegt keine Ordnungswidrigkeit vor. Das gilt auch, wenn Ihr Wert über 3,5 ng/ml liegt.
Die Ausnahme hat Grenzen:
- Sie gilt nicht für Cannabis, das Sie zusätzlich ohne Verordnung konsumieren.
- Sie gilt nicht, wenn Sie mehr oder anders einnehmen als verordnet.
- Sie schützt nicht vor dem Strafrecht: Wer mit Ausfallerscheinungen fährt oder einen Unfall verursacht, kann sich nach § 316 oder § 315c StGB strafbar machen.
- Für Mischkonsum mit Alkohol und für Fahranfänger gelten die strengen Regeln; die Ausnahme für verordnete Arzneimittel sollten Sie dort im Einzelfall prüfen lassen.
Fragen zu Medizinal-Cannabis? Wir helfen gern.
Schreiben Sie uns einfach, wie Ihr Fall aussieht. Unser Team antwortet persönlich, unverbindlich und kostenlos.
Fahreignung trotz Rezept
Neben der Frage, ob eine einzelne Fahrt erlaubt war, steht die Frage, ob Sie generell geeignet sind. Wie bei anderen Dauermedikamenten prüft die Führerscheinstelle, ob die Grunderkrankung oder die Behandlung Ihre Leistungsfähigkeit dauerhaft einschränkt.
THC wirkt psychoaktiv und kann Konzentration, Reaktion und Wahrnehmung beeinflussen. CBD wirkt nicht berauschend, viele Präparate enthalten aber beide Stoffe. Ärztlich begleitete Patienten mit stabiler Dosis und ohne Ausfallerscheinungen können in der Regel weiter fahren. Für Berufskraftfahrer, etwa im Lkw- oder Busverkehr, gelten höhere Anforderungen an die Leistungsfähigkeit.
Was Sie bei sich haben sollten
Bei einer Kontrolle müssen Sie belegen können, dass das THC aus einer Verordnung stammt. Bewährt hat sich:
- eine Kopie des Rezepts oder ein Therapieplan mit Präparat und Dosierung,
- eine ärztliche Bescheinigung, dass Sie Medizinal-Cannabis verordnet bekommen,
- das Medikament in der Originalverpackung aus der Apotheke.
Bei Verdacht kann die Polizei trotzdem eine Blutprobe anordnen (§ 81a StPO). Bleiben Sie ruhig und verweisen Sie auf die Verordnung. Zu weiteren Angaben über Ihren Konsum sind Sie nicht verpflichtet.
Wann die Behörde ein Gutachten verlangen kann
Ein Rezept schließt Maßnahmen der Führerscheinstelle nicht aus. Sie kann handeln, wenn Tatsachen Zweifel an Ihrer Eignung begründen, zum Beispiel:
- Ausfallerscheinungen bei einer Kontrolle oder ein Unfall unter THC-Einfluss,
- Hinweise, dass Sie zusätzlich ohne Verordnung konsumieren,
- Hinweise auf eine Abhängigkeit oder Mischkonsum mit Alkohol,
- eine Grunderkrankung, die selbst die Fahreignung beeinträchtigen kann.
Je nach Anlass verlangt sie dann ein ärztliches Gutachten (§ 11 FeV) oder, bei Hinweisen auf Missbrauch, eine MPU (§ 13a FeV). Ein ärztliches Attest allein ersetzt ein angeordnetes Gutachten nicht. Wie die Cannabis-MPU abläuft, steht auf der Seite MPU wegen Cannabis, den allgemeinen Ablauf der MPU erklären wir separat.
Empfehlungen für Patienten
- Fahren Sie in der Einstellungsphase und nach jeder Dosisänderung nicht, bis Sie die Wirkung sicher kennen.
- Sprechen Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt ausdrücklich über das Autofahren und lassen Sie das dokumentieren.
- Halten Sie Abstand zwischen Einnahme und Fahrt und trinken Sie keinen Alkohol dazu.
- Bei Unsicherheit kann eine freiwillige verkehrsmedizinische Untersuchung Klarheit schaffen.
Haben Sie bereits Post von der Führerscheinstelle, lassen Sie sich früh beraten. MPU-Vorbereitung
Häufige Fragen
Fragen und Antworten
Darf ich mit Medizinal-Cannabis Auto fahren?
Ja, wenn Sie es bestimmungsgemäß nach ärztlicher Verordnung einnehmen und nicht beeinträchtigt sind. Die Fahreignung muss trotzdem gegeben sein.
Gilt der Grenzwert von 3,5 ng/ml für Patienten?
Nein, nicht bei bestimmungsgemäßer Einnahme eines verordneten Arzneimittels. Bei Ausfallerscheinungen drohen aber unabhängig vom Wert strafrechtliche Folgen.
Was passiert bei einer Verkehrskontrolle?
Zeigen Sie Rezept oder ärztliche Bescheinigung vor. Bei Verdacht auf Beeinträchtigung kann die Polizei trotzdem eine Blutprobe anordnen.
Kann mir der Führerschein trotz Rezept entzogen werden?
Ja, wenn Sie nicht fahrgeeignet sind, zusätzlich ohne Verordnung konsumieren oder Hinweise auf Missbrauch bestehen. Vorher verlangt die Behörde in der Regel ein Gutachten.
Was ist der Unterschied zwischen THC und CBD?
THC wirkt berauschend und kann die Fahrtüchtigkeit beeinträchtigen. CBD wirkt nicht berauschend, Präparate können aber THC enthalten.
Ersetzt ein ärztliches Attest die MPU?
Nein. Hat die Behörde ein Gutachten angeordnet, müssen Sie es vorlegen. Ein Attest kann Ihre Situation aber gut dokumentieren. Rechtslage seit 2024
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Post von der Führerscheinstelle trotz Rezept?
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